Rüdiger ReicheltZuletzt am 04.05.2026 aktualisiert
Wenn du E-Mails über SMTP versendest, musst du einige Einstellungen kennen, um alles korrekt einzurichten. SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) ist das Protokoll, das für den Versand von E-Mails genutzt wird. Damit deine Mails sicher und zuverlässig zugestellt werden, sind verschiedene Parameter wichtig. Hier erfährst du, was die Begriffe bedeuten und worauf du achten solltest.
SMTP-Host: Dein Mailserver
Der SMTP-Host ist der Server, über den deine E-Mails versendet werden. Das ist in der Regel die Adresse deines E-Mail-Anbieters, zum Beispiel smtp.gmail.com für Google Mail oder smtp.strato.de für Strato. Wenn du einen eigenen Mailserver nutzt, bekommst du die Adresse von deinem Hoster oder Administrator.
SMTP-Benutzer: Dein Login für den Mailserver
Der SMTP-Benutzer ist der Benutzername, mit dem du dich am SMTP-Server anmeldest. In den meisten Fällen ist das einfach deine E-Mail-Adresse. Manche Anbieter verlangen stattdessen eine spezielle Kennung, die sie dir bereitstellen. Ohne die korrekten Anmeldedaten kann dein Mailserver keine E-Mails versenden.
SMTP-Passwort: Die Authentifizierung
Zusammen mit dem SMTP-Benutzer brauchst du ein Passwort, um dich am Mailserver zu authentifizieren. Dieses Passwort ist oft das gleiche, das du für dein E-Mail-Postfach verwendest. Falls du SMTP über einen externen Dienstleister nutzt, kann es ein separates Passwort sein, das du im E-Mail-Account erstellen musst.
Verschlüsselung: TLS, SSL oder keine
Damit deine E-Mails sicher übertragen werden, gibt es verschiedene Verschlüsselungsmethoden:
- TLS (Transport Layer Security) ist die modernste Methode und wird von den meisten Mailservern empfohlen. Die Verbindung beginnt unverschlüsselt und wechselt dann auf eine gesicherte Verbindung.
- SSL (Secure Sockets Layer) war lange der Standard, ist aber inzwischen veraltet. Einige Anbieter nutzen es noch, aber TLS ist sicherer.
- Keine Verschlüsselung bedeutet, dass die E-Mails ungeschützt gesendet werden. Das solltest du nur in Ausnahmefällen verwenden, wenn es dein Mailserver nicht anders unterstützt.
Port: Die Tür zum SMTP-Server
Der Port ist die Schnittstelle, über die dein E-Mail-Client mit dem Mailserver kommuniziert. Je nach Verschlüsselungsmethode sind unterschiedliche Ports üblich:
- Port 587 (TLS) – der empfohlene Standard für sicheren Versand
- Port 465 (SSL) – wird von manchen Anbietern verwendet
- Port 25 (keine Verschlüsselung) – oft gesperrt, weil er für Spam missbraucht wird
Absender-Adresse: Von wem die E-Mail kommt
Die Absender-Adresse ist die E-Mail-Adresse, die beim Empfänger angezeigt wird. In der Regel sollte sie mit dem SMTP-Benutzer übereinstimmen, um Probleme mit Spam-Filtern zu vermeiden. Manche Mailserver erlauben es nicht, eine andere Absender-Adresse zu verwenden als die, mit der du dich anmeldest.
Absender-Name: Der sichtbare Name im Posteingang
Der Absender-Name ist der Name, der neben der Absender-Adresse im Posteingang des Empfängers erscheint. Das kann dein eigener Name, dein Unternehmensname oder eine Beschreibung wie „Mitgliederverwalrung“ sein. Dieser Name sorgt dafür, dass deine E-Mails sofort erkennbar sind.