Was tun bei Shitstorms, Kritik oder Trollen? Kommunikation in Krisen
Erstellt am 04.09.2025
So mancher Verein kennt es: Da gibt es mal Kritik an einem Beschluss, jemand wird abgewählt, ein Mitglied äußert sich negativ in den sozialen Medien – oder jemand Fremdes postet provokante Kommentare. Im schlimmsten Fall entwickelt sich das Ganze zu einem Shitstorm.
Wir geben dir praxisnahe Tipps, wie dein Verein mit Kritik, Trollen und Krisensituationen umgehen kann, online wie offline.
Ruhe bewahren und nicht sofort reagieren
Gerade in Social Media tickt die Uhr schnell. Aber: Sofort in die Tasten hauen bringt meist nichts. Lies dir die Kritik genau durch, schlafe im Zweifel eine Nacht drüber und stimme dich mit deinem Vorstand oder dem Ausschuss ab.
Zwischen Kritik und Trollen unterscheiden
Konstruktive Kritik: Mitglieder oder Interessierte haben echte Anliegen. Hier solltest du zuhören, Verständnis zeigen und Lösungen anbieten.
Trolle: Ihr Ziel ist es nicht, Probleme zu lösen, sondern Aufmerksamkeit zu bekommen. Mit ihnen lohnt es sich meistens nicht zu diskutieren. Am besten sachlich bleiben oder gar nicht reagieren. Viele Plattformen bieten die Möglichkeit, Kommentare zu moderieren, zu melden oder Nutzer zu blockieren. Wenn du klare Community-Regeln hast, kannst du dich darauf berufen und konsequent eingreifen. Wichtig: Niemals auf das Niveau des Trolls herablassen! Bleibe freundlich, professionell und halte den Fokus auf den eigentlichen Vereinsinhalten.
Transparenz zeigen
Wenn Fehler passiert sind (z. B. Terminchaos, technische Probleme, Missverständnisse), dann gib das offen zu. Ehrlichkeit schafft Vertrauen – Vertuschen dagegen führt oft zu noch mehr Ärger.
Klare Regeln für Kommunikation im Verein
Eine Social-Media-Guideline hilft: Wer antwortet auf Kritik? Welche Themen kommentieren wir? Was wird intern geklärt? So vermeidest du Chaos und doppelte Antworten.
Lernen für die Zukunft
Nach einer Krise ist vor der Krise. Dokumentiere, was passiert ist, und überlegt im Team, was ihr künftig besser machen könnt.